„eine für alle“

Warum die Studierendenbefragung wichtig ist

Die neukonzipierte Studierendenbefragung zeichnet ein umfassendes Bild der Studien- und Lebenssituation der rund 2,9 Millionen Studierenden in Deutschland. Es ist die größte aktuelle Studierendenbefragung in Deutschland; sie liefert Daten zur (digitalen) Studien- und Lebenssituation, zu den sozialen und finanziellen Rahmenbedingungen aller Studierenden, aber auch zu Themen wie politischer Orientierung der Studierenden, Meinungsfreiheit, Berufsziele und Diskriminierung. Besonders wird die Studierendenbefragung auch durch die Auswirkung der Corona-Pandemie.
Für die Bildungs- und Hochschulpolitik auf Bundes- und Landesebene stellt die Befragung wichtige empirische Erkenntnisse bereit. Auch Partner, Presse, Medien und die Öffentlichkeit werden umfassend darüber informiert. Die Themenblöcke umfassen soziale und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Studium und Studienbedingungen, Einstellungen und Partizipation sowie Bildungswege und Karriereverläufe.

Die Studierendenbefragung in Deutschland...

… ist die bislang umfassendste Studierendenbefragung in Deutschland und beinhaltet verschiedenste Themenbereiche rund ums Studium.

 … fragt nach den politischen Orientierungen der Studierenden, nach ihren Berufszielen oder möglichen Diskriminierungserfahrungen.

… stellt eine wichtige Entscheidungs- und Datengrundlage für die Politik in Deutschland bereit, aber auch für Hochschulen und Studierendenwerke.

… ist ein zentraler Bestandteil des Bildungsmonitorings in Deutschland; die Daten ergänzen die amtliche Statistik mit Informationen, die keine andere Quelle bietet.

… beinhaltet eine große Bandbreite an Informationen zur Hochschullandschaft, zur Studiensituation und zu den Herausforderungen in Zeiten der Bildungsexpansion, Digitalisierung und Corona-Pandemie.

… liefert der Wissenschaft, aber auch Hochschulen und Studierendenwerken eine empirische Grundlage für Beratungs- und Forschungszwecke.

… berücksichtigt auch kleine Gruppen von Studierenden, die durch das Raster üblicher Befragungen fallen, zum Beispiel Studierende mit Kind oder Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung, Studierende in dualen oder berufsbegleitenden Studiengängen, Studierende ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung, geflüchtete Studierende.

… ist sensibel für Fragen der Diversität und sozialer Ungleichheit.

… wählt ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip aus, um repräsentative Aussagen treffen zu können und gewährleistet den Studierenden vollständige Anonymität.

… führt traditionsreiche empirische Untersuchungsreihen wie die „Sozialerhebung“ (seit 1951), den „Studierendensurvey“ (seit 1982), „EUROSTUDENT“ (seit 2000) oder „beeinträchtigt studieren“ (seit 2006) fort.

… ist anschlussfähig an internationale Studien.

Was? Wie? Wer? Die wichtigsten Fragen

  • Welche bisherigen Befragungen sind in der neuen Studierendenbefragung integriert?
    • Die Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden
    • Der Studierendensurvey – Studiensituation und studentische Orientierungen der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz
    • Die Studie „beeinträchtigt studieren“ (best) erforscht die Lage von Studierenden mit studienerschwerender Beeinträchtigung
    • Die europäische Untersuchungsreihe „EUROSTUDENT“ zur Situation der Studierenden in zahlreichen europäischen Ländern

  • Was genau wird erfragt?

    Die Studierendenbefragung in Deutschland liefert Daten zur (digitalen) Studiensituation, Studienzufriedenheit, zu Schwierigkeiten im Studium und Alltag, zur Studienfinanzierung, zum Sozialprofil der Studierenden (Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund, sozialer Hintergrund), zum Bildungs- und Studienverlauf, zur Auslandsmobilität, zu beruflichen, gesellschaftlichen und politischen Einstellungen, zur Wohnform, Mensanutzung, aber auch zur Situation von Studierenden mit gesundheitlicher Beeinträchtigung oder von Studierenden mit Kind.


  • Wie läuft die Studierendenbefragung konkret?

    Die teilnehmenden Hochschulen laden nach dem Zufallsprinzip jede dritte bzw. jeden dritten ihrer Studierenden zur Teilnahme an der Studierendenbefragung ein. Bei nahezu 2,9 Millionen an deutschen Hochschulen eingeschriebenen Studierenden sind das fast eine Million Befragte.

    Die Befragung selbst findet Online statt und wird von den wissenschaftlich arbeitenden Personen des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) sowie der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz durchgeführt. Die Befragung findet anonym statt und die datenschutzrechtlichen Bedingungen werden strikt eingehalten.


  • Was passiert mit den Daten, wie wird der Datenschutz gewährleistet?

    Die Anonymität ist gesichert und der Datenschutz gewährleistet, weil:

    • die Einladung zur Befragung und die Durchführung der Befragung separat erfolgen. Die Einladung zur Befragung erfolgt durch die Hochschulen, die Befragung und Analyse wird aber von den Mitarbeitenden des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) und der AG Hochschulforschung durchgeführt. Eine Verknüpfung Der Adressdaten mit den Befragungsdaten ist nicht möglich.
    • die Hochschulen nicht erfahren, was die einzelnen Studierenden antworten,
    • die Auswertung der Daten unter strenger Beachtung der Datenschutzbestimmungen erfolgt und die Ergebnisse so veröffentlicht werden, dass keine Rückschlüsse auf Einzelpersonen gezogen werden können.

    Bei der Befragung werden alle geltenden Qualitätsstandards erfüllt. So ist für das DZHW und die AG Hochschulforschung die „Richtlinie für Online-Befragungen“ des ADM (Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e. V.) bindend.

    Es gelten die im Jahr 2001 verabschiedeten Standards der Qualitätssicherung für Online-Forschung. Diese wurden speziell für die Markt- und Sozialforschung von der Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute e. V. (ASI), der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung (D.G.O.F.), dem Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e. V. (BVM) und dem Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e. V. (ADM) entwickelt.
    Neben der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sind auch die von der Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute e. V. (ASI) mitentwickelten forschungsethischen Standards der Qualitätssicherung für Online-Forschung Grundlage unserer Tätigkeit.


  • Wofür werden die Daten verwendet?

    Die Befragungsdaten werden in anonymisierter Form von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz sowie der scientific community ausgewertet. Dabei werden selbstverständlich alle geltenden Datenschutzbestimmungen strikt eingehalten, so dass keine Rückschlüsse auf das individuelle Antwortverhalten möglich sind. Neben der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sind auch die von der Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute e. V. (ASI) mitentwickelten forschungsethischen Standards der Qualitätssicherung für Online-Forschung Grundlage unserer Tätigkeit.


  • Wer ist alles beteiligt?

    Die Zusammenführung und Integration der verschiedenen Studien zur „Studierendenbefragung in Deutschland“ wird vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) in Zusammenarbeit mit der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz und dem Deutschen Studentenwerk (DSW) durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

    Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) ist ein durch Bund und Länder gefördertes Forschungsinstitut mit Sitz in Hannover. Als internationales Kompetenzzentrum für die Hochschul- und Wissenschaftsforschung führt das DZHW Datenerhebungen und Analysen durch, erstellt forschungsbasierte Dienstleistungen für die Hochschul- und Wissenschaftspolitik und stellt der Scientific Community seine und externe Datensätze über ein Forschungsdatenzentrum zur Verfügung. Das DZHW führt im Bereich der Studierendenforschung bereits seit 1976 verschiedene Befragungen durch und greift auf eine langjährige Expertise sowohl hinsichtlich methodischer als auch inhaltlicher Fragen rund ums Studium zurück.

    Die Arbeitsgruppe Hochschulforschung der Universität Konstanz führte von 1982 bis 2016 den Studierendensurvey durch, eine vom BMBF geförderte regelmäßige bundesweite Befragung an Universitäten und Fachhochschulen zu den Themen Studiensituation und studentische Orientierungen. Die Ergebnisse liefern einerseits Grundlagen für die Hochschulpolitik, das Qualitätsmanagement der beteiligten Hochschulen sowie für die öffentliche Diskussion, andererseits für wissenschaftliche Arbeiten in der Hochschulforschung. Innerhalb der Studie „Die Studierendenbefragung in Deutschland“ ist die Arbeitsgruppe verantwortlich für die Erhebung von drei Themen: gesellschaftliche und studienbezogene Fairness-Einstellungen, politische Orientierungen von Studierenden sowie Übergänge in das Bachelor- sowie das Master- und Promotionsstudium.

    Das Deutsche Studentenwerk ist der Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke in Deutschland, die im staatlichen Auftrag die Studierenden fördern, unter anderem mit Mensen, Wohnheimen, der Umsetzung des BAföG, mit psychologischer Beratung und Sozialberatung, Kinderbetreuung sowie Angeboten für ausländische Studierende oder Studierende mit Behinderung. Das Deutsche Studentenwerk hat erstmals 1951 eine Sozialerhebung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden entwickelt und durchgeführt; danach konnte die Sozialerhebung als regelmäßige Studierendenbefragung etabliert werden. Seit mehr als 70 Jahren zeichnen die Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks ein realistisches Bild der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Studierenden; sie gilt als eine der wichtigsten und größten Bildungsstudien Deutschlands.


  • „Die Studierendenbefragung in Deutschland ist für alle Beteiligten wertvoll: die Hochschulen, die Studierenden, die Forschung, die Bildungspolitik und die Studierendenwerke.“


    Anja Karliczek
    Bundesministerin für Bildung und Forschung
  • „Die Erkenntnisse, die im Rahmen dieser Studierendenbefragung gewonnen werden, stellen eine wesentliche Grundlage der wissenschaftsbasierten Bildungsberichterstattung dar.“


    Prof. Dr. Kai Maaz
    Direktor am DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
  • „Als ehemaliger Uni-Präsident kann ich alle Hochschulen in Deutschland nur herzlich einladen, an der Studierendenbefragung teilzunehmen. Die Ergebnisse liefern nicht zuletzt eine Grundlage für die Entwicklung Ihrer Hochschule.“


    Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep
    Präsident des Deutschen Studentenwerks, ehemaliger Präsident der Universität Kassel
  • „Eine für alle« ist nicht nur Motto, sondern Programm: Die Daten der integrierten Studierendenbefragung dienen allen Beteiligten, den Studierenden, Hochschulen, Forschenden und der Hochschulpolitik.“


    Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans
    Wissenschaftliche Geschäftsführung DZHW
  • „Eine für alle: Die neue, integrierte Studierendenbefragung wird ihrem Anspruch gerecht, weil sie der Politik, der Öffentlichkeit, den Hochschulen empirisch valide aufzeigt, wie es den Studierenden in Deutschland geht und wie sie denken.“


    Achim Meyer auf der Heyde
    Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks
  • „Alle für eine und eine für alle. Die Erhebung wird den Studierenden eine Stimme geben – dafür sollten wir alle zusammenstehen.“


    Prof. Dr. Jutta Allmendinger
    Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB)
  • „Eure Stimme wird gehört – Ihr könnt Einfluss nehmen auf die Studienbedingungen in Deutschland. Wenn Ihr an einer Befragung teilnehmen solltet, dann an dieser!“


    Louisa Kruczek
    studiert Umweltingenieurwesen an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Mitglied der dortigen Studierendenvertretung und im Verwaltungsrat des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg, studentisches Mitglied im Verbandsrat des Deutschen Studentenwerks
  • „Ich lade die Hochschulen herzlich dazu ein, sich für diese wichtige Studierenden-Befragung einzusetzen; die gewonnenen Daten sind auch für die Hochschulen von hohem Wert.“


    Prof. Dr. Peter-André Alt
    Präsident der Hochschulrektorenkonferenz
  • „Nehmt Euch die Zeit für diese wichtige, bundesweite Studierendenbefragung, wenn Ihr eingeladen werdet. Ihr helft mit, die Situation der Studierenden in Politik und Öffentlichkeit zu vermitteln.“


    Philipp Schulz
    studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der RWTH Aachen, stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender des Studierendenwerks Aachen, stellvertretender Vorsitzender des Verbandsrats des Deutschen Studentenwerks