Wir brauchen Euch!

Informationen für Studierende

Die Studierendenbefragung untersucht die Lebenssituation, den sozialen Hintergrund und die Einstellungen von Studierenden sowie deren Studiensituation und die damit verbundenen Herausforderungen. Sie ist die größte Untersuchung dieser Art, die je in Deutschland durchgeführt wurde.

Ihr Ziel ist es, ein realistisches Bild der Lage von Studierenden in Deutschland zu erhalten. Nur so kann erfasst werden, an welchen Stellen Politik, Gesellschaft und Hochschulen eingreifen müssen, um die Situation der Studierenden zu verbessern. Dies ist insbesondere in Zeiten wichtig, in denen sich Rahmenbedingungen des Studiums stark verändert haben – so wie wir es aktuell im Zuge der Corona-Pandemie und der Digitalisierung des Studiums erleben.

Was bedeutet das konkret? Nur wenn gefragt wird, wie viel Geld Studierende für ihren Lebensunterhalt benötigen, kann das BAföG entsprechend angepasst oder Unterstützungsprogramme aufgesetzt werden. Nur wenn die Herausforderungen von Studierenden mit Kind, mit Beeinträchtigung oder mit Migrationshintergrund bekannt sind, können sie zielgerichtet unterstützt werden. Nur wenn erfasst wird, warum Studierende ihr Studium abbrechen bzw. warum sich im Studienverlauf Verzögerungen ergeben, können Hilfs- und Beratungs- und Unterstützungsangebote entsprechend angepasst werden.

Nur wenn wir nach den allgemeinen Studienbedingungen fragen, nach Herausforderungen und Schwierigkeiten, die Studierende erfahren, kann die Situation für alle verbessert werden.

eine Befragung – viele Vorteile
Deshalb solltet Ihr mitmachen

Eure Stimme wird gehört – Ihr habt Einfluss darauf, die Studienbedingungen in Deutschland zu gestalten. Die Ergebnisse der Erhebung sind für zahlreiche Maßnahmen in den Bereichen Hochschule, Bildung und Sozialpolitik wichtig.

Ihr helft mit, soziale Schieflagen an den Hochschulen sichtbar zu machen und dadurch mehr Chancengerechtigkeit zu verwirklichen.

Eure Teilnahme hilft dabei, ein repräsentatives Bild der Situation aller Studierenden in Deutschland zu gewinnen und damit Vorurteile gegenüber Studierenden abzubauen.

Die Studierendenbefragung richtet sich an ALLE Studierenden: Egal ob Erstsemester oder Langzeitstudierende, Maschinenbauerinnen oder Philologen, Kleinstadtcampus oder Metropole – Eure Perspektive ist uns wichtig!

Da wir so viele Studierende befragen, gewinnen wir ein genaues Bild über die Studierendensituation in Deutschland – sowohl im Durchschnitt als auch im Detail, etwa von Studierenden verschiedener Fächer, von Studierenden an Universitäten, Fachhochschulen oder privaten Hochschulen, Studierenden mit Kind, Studierenden mit Beeinträchtigung oder von ausländischen Studierenden.

Mit der Studierendenbefragung werden einmalige Langzeitprojekte fortgesetzt: Die seit 1951 durchgeführte Sozialerhebung und der seit 1982 durchgeführte Studierendensurvey. Mit Eurer Teilnahme hinterlasst Ihr also eure Spuren in der deutschen Bildungsberichterstattung.

  • „Die Studierendenbefragung in Deutschland ist für alle Beteiligten wertvoll: die Hochschulen, die Studierenden, die Forschung, die Bildungspolitik und die Studierendenwerke.“


    Anja Karliczek
    Bundesministerin für Bildung und Forschung
  • „Die Erkenntnisse, die im Rahmen dieser Studierendenbefragung gewonnen werden, stellen eine wesentliche Grundlage der wissenschaftsbasierten Bildungsberichterstattung dar.“


    Prof. Dr. Kai Maaz
    Direktor am DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
  • „Als ehemaliger Uni-Präsident kann ich alle Hochschulen in Deutschland nur herzlich einladen, an der Studierendenbefragung teilzunehmen. Die Ergebnisse liefern nicht zuletzt eine Grundlage für die Entwicklung Ihrer Hochschule.“


    Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep
    Präsident des Deutschen Studentenwerks, ehemaliger Präsident der Universität Kassel
  • „Eine für alle« ist nicht nur Motto, sondern Programm: Die Daten der integrierten Studierendenbefragung dienen allen Beteiligten, den Studierenden, Hochschulen, Forschenden und der Hochschulpolitik.“


    Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans
    Wissenschaftliche Geschäftsführung DZHW
  • „Eine für alle: Die neue, integrierte Studierendenbefragung wird ihrem Anspruch gerecht, weil sie der Politik, der Öffentlichkeit, den Hochschulen empirisch valide aufzeigt, wie es den Studierenden in Deutschland geht und wie sie denken.“


    Achim Meyer auf der Heyde
    Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks
  • „Alle für eine und eine für alle. Die Erhebung wird den Studierenden eine Stimme geben – dafür sollten wir alle zusammenstehen.“


    Prof. Dr. Jutta Allmendinger
    Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB)
  • „Eure Stimme wird gehört – Ihr könnt Einfluss nehmen auf die Studienbedingungen in Deutschland. Wenn Ihr an einer Befragung teilnehmen solltet, dann an dieser!“


    Louisa Kruczek
    studiert Umweltingenieurwesen an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Mitglied der dortigen Studierendenvertretung und im Verwaltungsrat des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg, studentisches Mitglied im Verbandsrat des Deutschen Studentenwerks
  • „Ich lade die Hochschulen herzlich dazu ein, sich für diese wichtige Studierenden-Befragung einzusetzen; die gewonnenen Daten sind auch für die Hochschulen von hohem Wert.“


    Prof. Dr. Peter-André Alt
    Präsident der Hochschulrektorenkonferenz
  • „Nehmt Euch die Zeit für diese wichtige, bundesweite Studierendenbefragung, wenn Ihr eingeladen werdet. Ihr helft mit, die Situation der Studierenden in Politik und Öffentlichkeit zu vermitteln.“


    Philipp Schulz
    studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der RWTH Aachen, stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender des Studierendenwerks Aachen, stellvertretender Vorsitzender des Verbandsrats des Deutschen Studentenwerks

    Wer kann an der Studienbefragung teilnehmen?

    Um ein realistisches Bild der Lage der Studierenden in Deutschland zu gewinnen, wird etwa ein Drittel von euch zur Teilnahme an der Untersuchung eingeladen. Bei etwa 2,9 Millionen an deutschen Hochschulen eingeschriebenen Studierenden sind das nahezu eine Million Studierende. Falls ihr zu diesem Drittel gehört, erhaltet ihr eine E-Mail von eurer Hochschule mit dem Link zum Online-Fragebogen.

    Wer von euch eine Einladungsmail erhält, wird per Zufall entschieden. Jede teilnehmende Hochschule zieht ein zufälliges Drittel ihrer Studierenden. Wenn ihr keine Einladungs-E-Mail von eurer Hochschule erhaltet, gibt es leider keine Möglichkeit an der Studie teilzunehmen.

     

    Alle wichtigen Fragen auf einen Blick

    • Was ist die Studierendenbefragung?

      Die Studierendenbefragung untersucht die Studien- und Lebenssituation, die sozialen und finanziellen Rahmenbedingungen und die Einstellungen von Studierenden zu Themen wie politischer Orientierung oder Meinungsfreiheit, aber auch zu Berufszielen und Diskriminierung. Sie ist die größte Untersuchung dieser Art, die je in Deutschland durchgeführt wurde.

      Ihr Ziel ist es, ein realistisches Bild über die Situation von Studierenden in Deutschland zu erhalten. So kann erfasst werden, an welchen Stellen Politik, Gesellschaft und Hochschulen aktiv werden müssen, um die Lage der Studierenden zu verbessern.

      Die Studierendenbefragung baut auf Untersuchungsreihen auf und führt diese fort: der „Sozialerhebung“, dem „Studierendensurvey“ und der Befragung „best - Beeinträchtigt Studieren“ sowie der internationalen Vergleichsstudie „EUROSTUDENT“.

      Die Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung ist eine Langzeitstudie zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden in Deutschland. Sie wird seit 1951 im Dreijahrestakt durchgeführt.

      Der Studierendensurvey ist eine Langzeiterhebung, die detailliert die Studiensituation an deutschen Hochschulen sowie die studentischen Orientierungen und Interessen erfasst. Er wird seit 1982 im Dreijahrestakt von der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz durchgeführt.

      Die Umfrage „best - Beeinträchtigt Studieren“ erforscht die Lage von Studierenden mit studienerschwerender Beeinträchtigung. Sie wird seit 2012 in Zusammenarbeit von DSW und DZHW durchgeführt.
          
      Die europäische Untersuchungsreihe „EUROSTUDENT“ befasst sich mit der Situation der Studierenden in verschiedenen europäischen Ländern.


    • Wofür werden die Daten verwendet?

      Die Befragungsdaten werden in anonymisierter Form von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz sowie der scientific community ausgewertet. Dabei werden selbstverständlich alle geltenden Datenschutzbestimmungen strikt eingehalten, so dass keine Rückschlüsse auf das individuelle Antwortverhalten möglich sind. Neben der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sind auch die von der Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute e. V. (ASI) mitentwickelten forschungsethischen Standards der Qualitätssicherung für Online-Forschung Grundlage unserer Tätigkeit.


    • Für wen sind die Ergebnisse der Befragung wichtig?

      Die Berichte aus der Studierendenbefragung dienen Politik, Hochschulen, Studierendenvertretungen, Studierendenwerken, Verbänden und Wissenschaftsorganisationen als Grundlage für bildungspolitische Entscheidungen, Gesetzesänderungen und die Ausrichtung ihrer Arbeit. Auch dienen die Erkenntnisse dieser Untersuchung den Hochschulen, um zum Beispiel die Studiensituation oder das Beratungsangebot für Studierende zu verbessern.
      Für die Wissenschaft ist diese Untersuchung von besonderer Bedeutung, da im Anschluss an das Projekt die anonymisierten Daten von der Wissenschaft, aber auch von Studierenden und Promovierenden, für Sekundäranalysen genutzt werden können.


    • Wie wird mit meinen Daten umgegangen / Wie wird der Datenschutz gewährleistet?

      Eure Anonymität ist sichergestellt, weil

      • die Einladung zur Befragung und die Durchführung der Befragung separat erfolgen. Die Einladung zur Befragung erfolgt durch eure Hochschulen, die Befragung und Analyse wird aber von den Mitarbeitenden des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) und der AG Hochschulforschung durchgeführt. Eine Verknüpfung eurer Namen mit den Befragungsdaten ist nicht möglich
      • die Hochschulen nicht erfahren, was ihr individuell geantwortet habt
      • die Auswertung der Daten unter strenger Beachtung der Datenschutzbestimmungen erfolgt und die Ergebnisse so veröffentlicht werden, dass keine Rückschlüsse auf Einzelpersonen gezogen werden können.

      Es gelten die 2001 verabschiedeten Standards der Qualitätssicherung für Online-Forschung. Diese wurden speziell für die Markt- und Sozialforschung von der Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute e. V. (ASI), der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung (D.G.O.F.), dem Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e. V. (BVM) und dem Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e. V. (ADM) entwickelt.

      Neben der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sind auch die von der Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute e. V. (ASI) mitentwickelten forschungsethischen Standards der Qualitätssicherung für Online-Forschung Grundlage unserer Tätigkeit.


    • Wie kann ich teilnehmen?

      Teilnehmen könnt ihr, wenn ihr von eurer Hochschule eine E-Mail mit dem Link zum Online-Fragebogen erhaltet. Die Beantwortung des Fragebogens dauert im Schnitt 34 Minuten, wobei ihr die Möglichkeit habt, zwischenzuspeichern und den Online-Fragebogen zu einem späteren Zeitpunkt fertig auszufüllen.


    • Warum kann nur jede/r Dritte mitmachen?

      In Deutschland gibt es fast 2,9 Millionen Studierende – euch alle zu befragen wäre schlicht zu aufwändig und aus sozialwissenschaftlicher Sicht nicht sinnvoll. Aber: die Repräsentativität der Studierendenbefragung ist trotzdem gewährleistet. Die Ergebnisse der Stichprobe bilden die Studien- und Lebenssituationen aller fast 2,9 Millionen Studierenden nahezu realitätsgetreu ab.


    • Wer entscheidet darüber, welche Studierenden teilnehmen dürfen?

      Kurz gesagt: der Zufall.

      Die teilnehmenden Hochschulen ziehen nach den Vorgaben des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) eine Zufallsstichprobe aus ihrem Studierendenverzeichnis. So wird jede dritte Person die in einem Bachelor-, Master- oder einem traditionellen Studiengang studiert, zur Teilnahme eingeladen.


    • Was für Fragen werden in der Untersuchung gestellt?

      Die Bandbreite ist sehr groß. Sie reicht von ganz einfachen Fragen nach eurem Alter oder eurem Studienfach über solche zu eurem monatlichen Einkommen und wofür ihr es ausgebt, bis zu Fragen zu eurem familiären Hintergrund. Zudem gibt es Fragen zu den Studienbedingungen, zu Schwierigkeiten im Studium oder zu euren politischen und gesellschaftlichen Einstellungen. Die Befragungsthemen findet ihr hier.


    • Wie lange dauert das Ausfüllen des Fragebogens?

      Im Schnitt 34 Minuten. Da wir versuchen der Situation aller Studierendengruppen gerecht zu werden, variiert die Befragungsdauer je nachdem was ihr bislang gemacht und erlebt habt. Der Großteil von euch wird bereits in 30 Minuten fertig sein, einige Wenige können aber bis zu 40 Minuten brauchen. Ihr habt die Möglichkeit, euren Befragungsstand zwischenzuspeichern und die Befragung zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen.


    • Wer führt die Studierendenbefragung durch?

      Wir arbeiten an der Studierendenbefragung in einem Projektverbund bestehend aus dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz und dem Deutschen Studentenwerk (DSW). Diese Untersuchung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
          
      Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) ist ein durch Bund und Länder gefördertes Forschungsinstitut mit Sitz in Hannover. Als internationales Kompetenzzentrum für die Hochschul- und Wissenschaftsforschung führt das DZHW Datenerhebungen und Analysen durch, erstellt forschungsbasierte Dienstleistungen für die Hochschul- und Wissenschaftspolitik und stellt der Scientific Community seine und externe Datensätze über ein Forschungsdatenzentrum zur Verfügung. Das DZHW führt im Bereich der Studierendenforschung bereits seit 1976 verschiedene Befragungen durch und greift auf eine langjährige Expertise sowohl hinsichtlich methodischer als auch inhaltlicher Fragen rund ums Studium zurück.

      Die Arbeitsgruppe Hochschulforschung der Universität Konstanz führte von 1982 bis 2016 den Studierendensurvey durch, eine vom BMBF geförderte regelmäßige bundesweite Befragung an Universitäten und Fachhochschulen zu den Themen Studiensituation und studentische Orientierungen. Die Ergebnisse liefern einerseits Grundlagen für die Hochschulpolitik, das Qualitätsmanagement der beteiligten Hochschulen sowie für die öffentliche Diskussion, andererseits für wissenschaftliche Arbeiten in der Hochschulforschung. Innerhalb der Studie „Die Studierendenbefragung in Deutschland“ ist die Arbeitsgruppe verantwortlich für die Erhebung von drei Themen: gesellschaftliche und studienbezogene Fairness-Einstellungen, politische Orientierungen von Studierenden sowie Übergänge in das Bachelor- sowie das Master- und Promotionsstudium.

      Das Deutsche Studentenwerk (DSW) ist der Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke in Deutschland, die im staatlichen Auftrag die Studierenden fördern, unter anderem mit Mensen, Wohnheimen, der Umsetzung des BAföG, mit psychologischer Beratung und Sozialberatung, Kinderbetreuung sowie Angeboten für ausländische Studierende oder Studierende mit Behinderung. Das Deutsche Studentenwerk hat erstmals 1951 eine Sozialerhebung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden entwickelt und durchgeführt; danach konnte die Sozialerhebung als regelmäßige Studierendenbefragung etabliert werden. Seit mehr als 70 Jahren zeichnen die Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks ein realistisches Bild der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Studierenden; sie gilt als eine der wichtigsten und größten Bildungsstudien Deutschlands.